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Dialog durch Filmworkshops

Russland, die Ukraine und der Großteil der russischsprachigen Bevölkerung Deutschlands unterliegen einer massiven Propaganda der Feindseligkeit und Abwertung der europäischen Werte und des Menschenrechtskonzepts.


Ziel der Propaganda ist es, den Willen und die Meinung der Zuschauer den Zielen der bestimmten politischen Kreise in Russland, der Ukraine und Deutschland unterzuordnen. Ihre Ziele entsprechen nicht den demokratischen Werten des europäischen Raums und widersprechen oft den Prinzipien von Ehrlichkeit und Moral. 

Menschen aus verschiedenen Ländern hören sich nicht mehr auf der internationalen Ebene und innerhalb von Gemeinschaften zu, und versuchen nicht Sicht des Anderen zu verstehen.

Heute in Russland gibt es eine solche Situation, dass die Tätigkeit von den internationalen Organisationen und Gruppen, die darauf abzielen, Kontakte zu verbreiten und internationale Projekte zu fördern, mehr und mehr schwierig wird. Junge Menschen könnten sich bald in Isolation befinden und ihr Weltbild wird dann nur von den offiziellen Medien gebildet, die eine Bedrohung für die freie Verbreitung von Informationen in Russland darstellen.

Im Zusammenhang mit den militärischen Ereignissen im Osten der Ukraine und der Annexion der Krim wirken die ukrainischen Behörden im Rahmen ihrer Möglichkeiten auch den Jugendkontakten zwischen UkrainerInnen und RussInnen entgegen.

Laut soziologischen Umfragen unter jungen Leuten aus Grenzregionen, die Doktor der soziologischen Wissenschaften Anton Serikov (veröffentlicht im Almanach Geisteswissenschaftler des Südens von Russland, Bd. 6) durchgeführt hat, schätzen etwa fünfzig Prozent der jungen Leute in Rostow die Beziehungen zwischen den Bewohnern Russlands und der Ukraine als konfliktreich und angespannt, aber sie hoffen auf eine Normalisierung der Beziehungen und die Einstellung der Kriegsaktionen in der Region.

Laut dem Kiewer Internationalen Institut für Soziologie ist ein ähnlicher Prozentsatz der Ukrainer gegenüber Russen negativ eingestellt. Wie die neueste KIIS-Studie zeigt, waren die Meinungen der Ukrainer über Russland fast halbiert: Die gleiche Anzahl von denen, die es gut mit Russland meinen (42%) und denen, die negativ gegen Russland gestimmt sind (43%), was ein statistisch unbedeutender Unterschied ist. Dabei sind 67% der Ukraine-Bewohner positiv in Bezug auf die Russen (russischen Bürger) und 8% der Ukrainer sind positiv in Bezug auf die Führung Russlands gestimmt.

Projekte, die von gemeinnützigen Organisationen mit Unterstützung von staatlichen Organisationen und Stiftungen durchgeführt werden, sind ein wichtiger Faktor für die Entwicklung der Zivilgesellschaft und der Menschen- oder Kulturdiplomatie im internationalen Bereich. Das Projekt "Dialog durch Filmworkshops" zielt darauf ab, horizontale und vertikale Verbindungen der Projektteilnehmer untereinander und mit verschiedenen öffentlichen und staatlichen Institutionen zu entwickeln.

Das Format des Film-Workshops wird gewählt, weil Gruppenkreativität ein gemeinsames Ziel und einen Dialog in Echtzeit beinhaltet und kreative Konflikte bei der Gruppenbildung immer darauf abzielen, ein gemeinsames Ziel auf die beste Weise zu erreichen. Hier ist es eine Frage davon, dass während des allgemeinen Projekts alle Aktionen auf ein gemeinsames Ziel ausgerichtet sind, und während der Streitigkeiten und Diskussionen neue Lösungen erscheinen, die allgemein bleiben. Kino involviert viele Menschen in den Entstehungsprozess. Kino ist eine populäre kulturelle Form unter jungen Leuten, was die Möglichkeit einer breiten Involvierung des Publikums vorsieht.

Zur Teilnahme an dem Film-Workshop sind Jugendliche aus Russland, der Ukraine und Deutschland eingeladen, hauptsächlich Studenten, die sich mit kreativen Praktiken beschäftigen, die die Fähigkeiten des Fotografierens und der Video-Aufzeichnung besitzen. Die Teilnehmer werden durch offene Informationsquellen eingeladen, Einladungen an Bildungseinrichtungen gesendet und über die Kontaktlisten von Projektpartnern verbreitet.

Die Organisatoren erstatten alle Reisekosten zur Filmschule und zurück, sowie Kosten für die Unterkunft und Verpflegung während aller Live-Aktivitäten.

Während der Sitzungen sind die Teilnehmer während der Woche intensiv mit Vorträgen über Dramaturgie-Fähigkeiten, Filmemachen, Kamerafähigkeiten, Schnitt, Tonarbeit beschäftigt. In der vorlesungsfreien Zeit erfühlen die Teilnehmer Aufgaben zu den genannten Fächern.

In der ersten Woche müssen die Teilnehmer entscheiden, mit welchen anderen Teilnehmern aus anderen Ländern sie eine kreative Gruppe bilden und künstlerische Leitung von einem der Dozenten des Filmworkshops wählen.

Die Woche der zweiten Sitzung ist der letzten Phase der Erstellung des Films gewidmet - Schnitt und zusätzliche Dreharbeiten, die für die Erstellung von Filmen erforderlich sein könnten.

Die Wahl der künstlerischen oder dokumentarischen Form des Films ist das Recht der kreativen Gruppe. Die Länge des Films darf 20 Minuten nicht überschreiten.

Filme sollten aus den Aufnahmen bestehen, die in Deutschland, Russland und der Ukraine gedreht wurden. Diese Einschränkung ist die größte kreative Herausforderung und soll die kreative Suche nach Möglichkeiten zur Überwindung dieser Trennung ermöglichen.

Die Ziele des Projekts bestimmen seine Natur als offen für externe Initiativen in Bezug auf die Entwicklung und Transformation des Projekts, wenn Letzteres seine größere Wirksamkeit bestimmen wird.

Die Entwicklung des Projekts kann direkt von Projektteilnehmern, aber auch von dem öffentlichen oder staatlichen Organisationen, die an dem Projekt interessiert sind, bewirkt werden.

Das Projekt ist unabhängig und offen für seine Synchronisierung vor Ort mit der methodischen Unterstützung der Projektträger.